Was wir vorhaben

Vorschlag für ein integratives, sozial-ökologisches Wohnprojekt am Kurhaus Kirchzarten

Das Wohnprojekt Ein-Zwei-Dreisam möchte ein attraktives gemeinschaftliches, bezahlbares, dezentrales und selbstbestimmtes Wohnen ermöglichen. Hierzu gründet sich eine GMBH, in dem neben dem Hausverein Ein Zwei Dreisam das Mietshäusersyndikat Gesellschafterin wird. Das Mietshäusersyndikat hat ein bewährtes und erfolgreiches Modell entworfen um sozialen Wohnungsbau, der von vielen Kommunen nicht mehr ausreichend betrieben wird, auch unter heutigen Bedingungen zu realisieren. Der Wohnraum wird dadurch dauerhaft privaten Gewinninteressen entzogen und bleibt dem Gemeinwesen als sozialer Wohnraum erhalten.[1] Die GMBH erwirbt das Grundstück von der Gemeinde, lässt das Haus kostengünstig und ökologisch bauen und verwaltet es unter Einbezug der BewohnerInnen. Die Finanzierung erfolgt über die Förderung der L-Bank mit günstigen Darlehen für geförderten Sozialmietwohnungsbau, privaten Direktkredikten, sowie gegebenenfalls mit einem Bankdarlehen der Sparkasse.

Integration

Eine Flüchtlingsfamilie bzw. einzelne Flüchtlinge evtl. in einer WG sowie etwa 3 bis 5 „einheimische“ Familien sowie zwei bis drei Singlehaushalte leben in eigenen Wohnungen in einem gemeinsamen Haus.

Gemeinschaftlichkeit und Partizipation

Das Haus wird nach dem Prinzip der gemeinschaftlichen Entscheidungsfindung selbstverwaltet. Der Hof bzw. Garten sowie ein Gemeinschaftsraum mit Küche im EG bieten Raum für Begegnung und gemeinsame Aktivitäten.

Sozialbindung

Die Satzung des Hauses sowie die Einbindung in das Mietshäusersyndikat garantieren die dauerhafte Abwesenheit privater Gewinninteressen am Wohnraum. Alle BewohnerInnen zahlen Miete und bekommen bei Auszug keinerlei Entschädigung. Die Mieten decken den Erwerb (Tilgung und Zinsen der Kredite) Bau und Erhalt. Die Höhe der Mieten soll 7,50 Euro kalt pro qm² nicht überschreiten, ist aber bei ca. 6,50 geplant.

Haus

Ideal wäre ein Einpunkthaus auf 3 Etagen plus Attica und 8-10 Wohnungen für Familien und Einzelpersonen. Etagenfläche ca. 250 m². Gesamtwohnfläche ca. 900 m² im ökologischen Standard (ENEV).

Durchführung:

Hausverein mit 6-10 Personen, neben den Ideengebern z.B. aus dem Helferkreis für Flüchtlinge Kirchzarten. Angedacht ist die Schaffung einer Hauptamtlichenstelle auf 450,- Eurobasis: Eine geeignte Person übernimmt die Koordinierung und Verwaltung und ist Ansprechperson im Projekt. Falls je nach Bewohnerstruktur eine Zusammenarbeit mit externen SozialarbeiterInnen sinnvoll und notwendig ist, muss dies extern über bestehende Programme finanziert werden (Kommune, Landratsamt etc.).

 

Stand des Projektes:

Die Idee wurde von Einzelpersonen aus Kirchzarten entworfen, die über Erfahrung mit Wohnprojekten bzw. dem Mietshäusersyndikat verfügen und. Das Mietshäusersyndikat Freiburg hat bereits eine Beraterin zur Verfügung gestellt. Ein Verein mit 12 Mitgliedern, die verbindlich mitarbeiten, hat sich bereits konstituiert. Dabei sind auch zwei Mitglieder des Helferkreis für Flüchtlinge. Es haben sich bereits auch drei Familien aus dem Dreisamtal gemeldet, die Interesse haben, in einem solchen Projekt mitzumachen und selbst zu wohnen. Wir suchen noch weitere engagierte MitbewohnerInnen, vor allen deren Einkommen nicht die Einkommensgrenzen des Landeswohnraumgesetz übersteigen. Es sollen aber auch ca. 30 Prozent der Wohnungen frei finanziert sein. D.h. die Mieten werden zwar ebenfalls dauerhaft sehr moderat sein, es ist aber kein Nachweis der Einkommensverhältnisse nötig.

Aktualisierung Januar 2018: Wir warten noch auf die Ausschreibung der verbliebenen drei nördlichen Wohnhäuser um uns dann zu bewerben.

[1] Mehr Informationen: www.syndikat.org
[2] Die Werte sind Arbeitswerte, um eine grobe Finanzierungsübersicht zu ermöglichen. Es handelt sich um Erfahrungswerte in Anlehnung an aktuelle Miethäusersyndikatsprojete, etwa Neubau dreier Häuser in Fr-Haslach Gutleutmatten.

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